Golan


Auf dem See von Genezareth kann man heute auch ohne göttliche Hilfe auf dem Wasser wandeln, der Wasserspiegel ist durch die ständige Entnahme desselben zur Bewässerung der Tomaten- und Erdbeerfelder nämlich so weit gesunken, dass „flach“ als Euphemismus gelten muss. Der See ist fast leer.

Früher konnte man dafür die Syrer verantwortlich machen, heute, seit Israel den Golan besetzt hält, aus dem viel Wasser in den Jordan fließt, geht das nicht mehr. Der Golan gehört übrigens zu den schönsten Bergzügen der Welt – kaum vergleichbar mit anderen, vorstellbar vielleicht wie eine Mischung aus Irland, Mallorca und dem Allgäu. Ganz oben kann man sogar Skifahren. Und es gibt Gleitschirmflieger, die bei ungünstigen Winden dann in arabische Gefangenschaft geraten, so wird es erzählt.

Adi sagt, während wir zwischen Minenfelder auf den See zurollen: Ich kann gut verstehen, dass die Israelis versuchen, den Golan zu behalten.

Genausogut kann ich allerdings verstehen, dass die Syrer ihn zurückhaben wollen.

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