Mezizim


Im Norden, wenig unterhalb des HaYarkon, dort wo noch vor wenigen Jahrzehnten die Stadtgrenze war, ragt der Mezizim-Strand wie eine Spitze ins Mittelmeer. Das Strandcafé bietet bettenbreite Sofas an, alle mit Blick aufs Meer. Jeden Morgen sitzt hier – und die Lemonanas, die sie trinkt, gehen aufs Haus – eine Dame von 80 Jahren, manchmal bis in den späten Nachmittag. Ich bin in Wien geboren, sagt sie jedem, der es hören will, aber gemacht haben sie mich hier, und dann erst hat mich meine Mutter dort hingetragen. Meine Eltern hatten ein Restaurant an diesem Strand. Nachts kamen die Boote, um die Menschen an Land zu bringen, die die Engländer nicht nach Eretz lassen wollten. Hier, an den Sandbänken, konnten die Engländer sie von Jaffa aus nicht sehen. Mezizim, so heißt dieser Strand, und so haben sie die Menschen genannt, die, als der Hitler da war, an diesen Strand gebracht worden sind.

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